#3 Tourenbericht: 2 Tage, 2 Klettersteige

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#3 Tourenbericht: 2 Tage, 2 Klettersteige

Klettersteige sind eine tolle Möglichkeit, um in den Bergen etwas “alpiner” unterwegs zu sein, als nur normal auf einen Gipfel zu wandern. In diesem Blogeintrag findest du sowohl als Anfänger als auch als Fortgeschrittener Inspiration für deinen nächsten (und vielleicht ersten) Klettersteig. Die Bilder findest du hier auf meinen Instagram Account.

Tag 1: Anfänger-Klettersteig mit Melina

Der EDELRID Klettersteig (früher SALEWA Klettersteig) ist ein einfacher und daher oft beganger Klettersteig in Bad Hindelang. Unser Starpunkt war der Parkplatz der Iseler Bergbahn. Der Aufstieg ist nichts besonderes, aber darum ging es uns an diesem Tag auch nicht.
 
Der Klettersteig gliedert sich in drei Teile, die jeweils einzeln begangen werden können. Tipp vorneweg: Teil 1 und 2 auf jeden Fall machen, wenn du den Teil 3 auslässt, verpasst du nichts.
 
Teil 1: Aufstieg zum Iseler
In diesem Teil geht es noch recht gemütlich zu.  Es gab keine größeren Schwierigkeiten (meistens A/B) und auch Melina als Anfängerin kam sehr gut zurecht. Zeitlich kamen wir sehr zugügig durch und frühstückten, dann erst einmal auf dem Iseler.
 
Teil 2: Der Kühgundkopf
Der zweite Teil ist etwas anspruchsvoller als der Erste, aber auch für Anfänger immer noch gut machbar. Hier spürte Melina das erste Mal wie es sich anfühlt etwas mehr Luft unter dem Hintern zu haben und auch mal am langen Arm in einem Klettersteig zu hängen.
 
Teil 3: Die Kühgundspitze
Der dritte Teil ist wirklich nichts besonderes. Ein klitzekleines Schotterfeld, aber das wars auch schon. Die Seilversicherung sind meistens nur Zierde und das Einhängen behindert eher als das es hilft. Von daher kannst es  gut und gerne weglassen.
 
Beim Abstieg sind wir noch auf der Wiedhag-Alpe eingekehrt und haben uns den Kaiserschmarren schmecken lassen 😉
 

Tag 2: Hindelanger Klettersteig

Der Hindelanger-Klettersteig sagt dir  bestimmt schon etwas. Er fordert schon einiges an Kondition und ist trotzdem aufgrund seines Startpunktes am Nebelhorn (der Bahn sei “Dank”) sehr viel begangen. Für mich war der Klettersteig als Vorbereitung auf die Watzmannüberschreitung geplant und im Nachinhein ist das auf jeden Falls eine empfehlenswerte Vorgehensweise, wenn du etwas ähnliches vorhast.
 
Die meisten Begeher des Hindelanger Klettersteigs fahren mit der ersten Bahn der Nebelhornbahn nach oben. Wir haben uns allerdings für den Aufstieg von Reichenbach aus entschieden, da der Aufstieg über Oberstdorf aktuell nicht möglich ist. Endziel war Hinterstein, daher hatten wir dieses Mal ein zweites Auto mit dabei und haben es am Zielort abgestellt.
 
Um 5:30 Uhr brachen wir Richtung Unterer Gaisalpsee auf und stiegen im Schatten des Rubihorns auf den großen Gundkopf . Hier führt einer nicht näher bezeichneter Weg Richtung Nebelhorn. Es wird auch schnell klar warum. Es gibt eine knifflige Stelle im II. Grad zu überwinden und das ist wahrscheinlich nicht jedermanns Sache. Die zwei Bergsteiger vor uns haben sich zumindest entschieden, den Weg zu verlassen und weiter unten auf das Nebelhorn zu steigen.
 
Gegen 8:30 Uhr kamen wir auf dem Nebelhorn an und stiegen in den Klettersteig an. Vor uns lagen 800m Seilversicherung und 110m Leiterpassagen. Das zeigt schon, dass ein Großteil des Steigs erst gar nicht versichert ist. Um ehrlich zu sein, hatten wir uns recht selten eingehängt, da für trittsicheren Bergsteiger die meisten Stellen keine große Herausforderung darstellen (Klettersteigset trotzdem mitnehmen!). Im Gegenteil: Manchmal gibt es Stellen, die völlig ungesichert sind, aber dann doch etwas luftig sind. Mein Fazit zum Hindelanger Klettersteig: Besonders schwierig ist er nicht, er fordert einfach eine gute Kondition.
 
Zum Abschluss der Tour ging es dann für uns noch auf den großen sowie den kleinen Daumen. Achtung! Für die Daumenscharte solltest du auch einigermaßen Schwindelfrei sein.
 
Meine beiden Tourkameraden waren dann doch etwas konditionell angeschlagen, sodass wir über das Wildschutzgebiet Mösle abgestiegen sind.
 
Nach 12 Stunden um 25km waren wir dann doch alle recht platt und froh wieder am Auto zu sein. Die gute Nachricht: Für den Watzmann fühlte ich mich persönlich gut gerüstet.
 

Mehr Infos bei Komoot

Sämtliche weitern Infos und die Wegführung sowie weitere Touren findest du übrigens auf meinem Komoot-Account. Um direkt über meine Touren informiert zu werden, darfst du mir natürlich gerne folgen.

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